Früchte
Wenige wissen, dass man die rotleuchtenden Früchte dieses Hartriegelgewächses (Cornaceae) essen kann. Im reifen Zustand schmecken sie aromatisch-süß-sauer. Die enthaltenen Gerbstoffe hinterlassen ein leicht stumpfes Gefühl auf der Zunge. Die Früchte enthalten einen länglichen Kern und können zu Mus, Marmelade und Saft bereitet werden. Man kann sie auch wie Oliven einlegen. Wir ließen sie uns auf der Reise pur schmecken.

Hartes Holz und dekorativ blühende Zweige
Während ich gerade in Jena Halt mache, lese ich etwas zu der Pflanze, was sogar mit diesem Ort zutun hat1: Das Holz der Kornelkirsche ist das härteste in Europa vorkommende und wurde für die Herstellung von Wanderstöcken, den sogenannten „echten Ziegenhainern“, verwendet. Das Dorf Ziegenhain befindet sich in der Nähe von Jena. Die Stöcke wurden von den Studenten gekauft als kurz zuvor das Fechten verboten worden war. Sie kämpften dann stattdessen mit den Stöcken. Auf diese Weise verbreiteten sich die Wanderstöcke dann in ganz Deutschland.
Übrigens blüht die Kornelkirsche im zeitigen Frühjar wunderbar gelb. Man kann die Zweige vorher abschneiden und in der warmen Wohnung erblühen lassen. Um den Strauch nicht zu schädigen, nur wenig entfernen oder noch besser Zweige nehmen, die beim Verschnitt der Pflanze anfallen.

Quellen:
mein Gedächtnis